Meine erste Buchmesse: viele Gespräche, ein paar wenige Verkäufe und eine Lesung, die fast leer war. Trotzdem würde ich es sofort wieder tun.

Am Samstag, 17. Oktober, war ich an der Buchmesse «Blätterrascheln» in Brixen, Tisch 25. Vor einigen Tagen habe ich dir erzählt, wie ich mich vorbereitet habe. Heute nehme ich dich mit durch den Tag selbst, mit allem, was gut lief, und dem, was weniger gut lief.

🪑 Früh am Morgen, Tisch 25

Um 07.40 Uhr war ich da. Das Aufstellen ging überraschend schnell und gut: Tischdecke, Buchständer, Bücher, Lesezeichen. Nach den Wochen der Planung stand alles in kurzer Zeit am richtigen Platz. Danach hiess es warten, auf meine liebe Schreibkollegin Edith Gould. Sie war an der Messe meine Standnachbarin, so, wie ich es mir gewünscht hatte. Es tut gut, an so einem Tag jemanden zu kennen, der den gleichen Weg geht.

Tisch 25 an der Buchmesse Blätterrascheln: dunkle Tischdecke, Buchständer, Bücher, zwei Nierenschalen, Lesezeichen und Flyer

Tisch 25 am Messemorgen

💬 Begegnungen am Tisch

Dann kamen die Menschen. Eine Dame blieb stehen und sagte, zwei Nierenschalen habe sie auf einer Buchmesse noch nie gesehen. Ich habe mich gefreut, denn genau so beginnt ein Gespräch.

Und meine Tischnachbarin hielt mein Buch zuerst für ein Sachbuch. Ich muss zugeben, ich musste schmunzeln. Ein Thriller mit dem Titel «Huwiler und der Organhandel» und einem Tisch, der eher nach Untersuchungszimmer aussieht: Das kann man verstehen. Genau daran erkenne ich, wie wichtig diese direkten Gespräche sind. Auf der Website oder im Katalog würde das niemand erfahren.

Es gab viele Gespräche. Verkauft habe ich nur ein paar wenige Bücher. Das ist die ehrliche Zahl, und sie gehört zu diesem Bericht.

📖 Die Lesung: sechs Personen

Um 15.30 Uhr habe ich im Paul Norz Haus gelesen. Der Raum war fast leer, sechs Personen sassen da. Ich gebe zu, das war ein kurzer Moment, in dem ich schlucken musste.

Aber diese sechs waren da, und sie haben zugehört. Ich habe gelesen, als wäre der Saal voll. Mehr kann man nicht tun.

🌄 Was ich mitnehme

Für eine erste Messe war es eine gute Erfahrung. Ich habe gelernt, wie ein Tisch wirkt, wie man ins Gespräch kommt und dass Erwartungen und Wirklichkeit auseinanderliegen dürfen. Es war ein Abenteuer, und es war schön.

Jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und arbeite an Freds zweitem Fall, «Huwiler und das goldene Kreuz». Er spielt im Winter, in einem Kloster, an Weihnachten.

Danke, dass du mich auf diesem Weg begleitest.

Und du?

Warst du schon einmal an einer Buchmesse, als Besucherin, Besucher oder mit eigenem Tisch? Was ist dir in Erinnerung geblieben? Schreib es mir, ich bin neugierig.


📬 Wenn du keinen Schritt auf meinem Weg verpassen möchtest, lade ich dich herzlich ein, die Tatort-Post zu abonnieren. In der Oktober-Ausgabe erzähle ich, was Lesende mir am Messetisch erzählt haben.

Zur Anmeldung

Ich freue mich, dich an Bord zu wissen.

Bleib neugierig.